Deutsche Mehrkampfmeisterschaften in Heidenheim


Nachdem Lennart Granzow im letzten Jahr die Qualifikationsnorm für die DM noch knapp verpasst hatte, reichten die bei der Landesmeisterschaft im Juni in Oldenburg erzielten 6195 Punkte diesmal aus und Lennart konnte am vergangenen Wochenende in Heidenheim an seiner ersten Deutschen Meisterschaft im Zehnkampf teilnehmen.

Ziel war es weitere Wettkampferfahrung in einem hochklassigen Teilnehmerfeld zu sammeln und die in Oldenburg gezeigte Leistung zu bestätigen.
Nach einem mäßigen Start mit 11,86 Sek. über 100 m machten sich leider beim Weitsprung die seit einigen Wochen bestehenden Probleme im Sprungfuß wieder bemerkbar. Die erzeilten 5,89 m bedeuteten gegenüber den in dieser Saison bisher erreichten Weiten ein Minus von 130 Punkten.
Im Kugelstoßen konnte Lennart an die - seit der Technikumstellung im Frühjahr - positive Entwicklung anschließen und sich über 13,22 m freuen. Es folgten 1,78 m im Hochsprung und 54,69 Sek. über 400 m. Am Ende des ersten Tages bedeutete dies Platz 19 im Feld der 32 Teilnehmer.

Wettkampfbeginn für die Zehnkämpfer der U 18 Altersklasse war am Sonntag bereits um 9.00 Uhr. Das bedeutete: Frühstück um 6.00 Uhr und Abfahrt zum Stadion um 7.15 Uhr. Wegen Problemen mit der Zeitmessanlage beim 110 m Hürdenlauf wurden die bereits in den Startblöcken sitzenden Athleten gebeten, wieder aufzustehen und sich anzuziehen. Der zweite Startversuch 15 Minuten später war dann erfolgreich. Lennarts erzielte Zeit von 15,71 Sek. lag ca. drei Zehntel über den Erwartungen.
Es folgte ein solider Diskuswurf auf 37,24 m. Im Stabhochsprung zeigten die Trainingseinheiten der vergangenen Wochen beim Holzmindener Trainer Klaus Roloff erste positive Ansätze. Trotz verbesserter Technik konnte Lennart aber seine bisherige persönliche Bestleistung von 3,30 m nicht verbessern.
Das gelang ihm dann beim Speerwurf mit einer Weite von 47,45 m. Den abschließenden 1500 m Lauf beendete er mit einer Zeit von 5:17,74 Min.

Lennart zeigte sich am Ende von zwei anstrengenden Tagen zufrieden mit seinem 19. Platz, nicht aber mit den erreichten 5963 Punkten. Das konnte jedoch seine Freude darüber nicht trüben, sich innerhalb dieses von den Athleten der großen Leichtathletikvereine dominierten Wettkampfs behauptet zu haben.

Thomas Granzow