Diatta jubelt wieder

HANNOVER. Etienne Diatta konnte wieder jubeln. Beim Hallensportfest in Hannover sprintete der 26-Jährige von der LG Weserbergland bei der Generalprobe zwei Wochen vor der Landesmeisterschaft wieder auf Platz eins.

Schon im 60-Meter-Vorlauf der Männer hatte er 7,09 Sekunden vorgelegt. Im A-Finale wiederholte Diatta diese Zeit auf die Hundertstelsekunde genau und ließ den Hamburger Waldemar Bitter (7,16) klar hinter sich. Gleich zwei Premieren standen bei den Nachwuchssprinterinnen der LGW an. Während Nela Rozok, die zum Jahreswechsel von der SV Alfeld kam, ihren ersten Start im LGW-Trikot absolvierte, war es für Turnerin Sarah Neitz überhaupt der erste Start in einer Leichtathletik-Arena. Über 60 Meter der W-14-Schülerinnen kam sie unter den 42 Starterinnen in ihrem Vorlauf auf 8,70 Sekunden und damit ins B-Finale. 8,79 Sekunden brachten sie dort auf Platz vier und in der Gesamtwertung auf Rang elf. Platz fünf unter 43 Weitspringerinnen war ihr zweites starkes Resultat.

Nela Rozok hatte schon seit dem vergangenen Frühjahr bei LGW-Coach Werner Scharf trainiert, konnte aber erst zum Jahreswechsel das Trikot tauschen. Da Scharf sich derzeit bei der Reha in Bad Oeynhausen von seiner Herzoperation erholt, wurde Rozok bei der Premiere von Uwe Beerberg betreut. Auch Rozok kam bei den W-15-Mädchen ins B-Finale. In 8,42 Sekunden wurde sie dort Zweite und Neunte der Gesamtwertung. Platz 13 der 42 Weitspringerinnen mit 4,39 Metern sowie Rang 18 über 300 Meter (49,01) waren die weiteren Leistungen. Auch Lena Ratay (LGW) schaffte es ins W-15-B-Finale. Mit Rang vier und Gesamtplatz 13 wurde sie für ihre 8,54 Sekunden belohnt. Pech hatte Annika Weiß (W15), die Vierte im Bunde der LGW-Sprinterinnen. „Sie hat zweimal die Qualifikationsleistung für die Landesmeisterschaft um eine Hundertstelsekunde verpasst“, sagte Beerberg. Über 60 Meter (8,71) und 60 Meter Hürden (10,31) fehlte jeweils eine Winzigkeit. „Macht aber nichts. Auch die Zeiten aus dem Sommer zählen, und da hat Annika die Qualifikation erreicht“, meinte Beerberg. Zweimal auf dem Treppchen stand Lennart Granzow (LGW) bei den U-20-Junioren. Den 60-Meter-Hürdensprint gewann er in 8,99 Sekunden, im Stabhochsprung wurde er Dritter. Bei 3,40 Meter hatte Granzow Probleme und kam erst im dritten Versuch darüber. Die 3,60 Meter überflog er im ersten Anlauf. Persönliche Bestzeit lief Pia Doering (VfL Hameln) über 60 Meter Hürden. Nach 9,63 Sekunden schlug im 31-köpfigen Feld bei der Premiere in der U-18-Jugend Rang sieben zu Buche. Platz acht im Weitsprung (4,94) sowie Rang zehn im Hochsprung (1,50) legte sie nach.
Weitere Ergebnisse: U20, 200 m: 12. Tim Semmler (LGW) 24,78; 60 m Hürden: 3. Semmler 9,14; Schülerinnen, W14, 60 m, Vorlauf Marie Bischoff (VfL) 9,03 mha