Nur Scherfose holt Gold

HANNOVER. Sprinter Etienne Diatta hat die Fahne der LG Weserbergland bei der Hallen-Landesmeisterschaft in Hannover hochgehalten – zumindest in den Männer- und Frauen-Klassen. Sprinterin Jana Loock hatte verletzungsbedingt abgesagt.

Patrick Scherfose war zwar in der Halle, wollte aber nach seinen Achillessehnenbeschwerden im Abschlusstraining kein Risiko eingehen, um den Start in einer Woche bei der Siebenkampf-DM in Hamburg nicht aufs Spiel zu setzen. Aber nur die Sprints sagte er ab. Den Titel im Stabhochsprung ließ Scherfose sich nicht entgehen. Am dritten Meisterschaftstag machte er nur drei Sprünge und war mit 4,80 Meter Meister. Auf der Sprintbahn war Diatta aber der einzig Verbliebene der LG Weserbergland. Doch auch er war nicht ganz zufrieden. „Im Finale war es genau die gleiche Zeit wie im Vorlauf. Eigentlich wollte ich etwas schneller sein“, gab der Sprinter an. Doch da er im Endlauf den Start verpatzte, fehlten am Ende ein paar Sekundenbruchteile, um unter die Sieben-Sekunden-Marke zu kommen. So blieb Platz drei in 7,06 Sekunden. Gut, dass es auch in allen Jugend-Klassen um die Titel ging. Und da sorgte Felix Markardt (VfL) bei den U-18-Jungen für Hamelner Sprint-Meriten. Am Vorlauf hatte VfL-Trainer Anton Ruscheinsky noch Grund zur Klage. „Du darfst doch nicht vor dem Ziel ins Kreuz fallen. Der Oberkörper muss nach vorn“, meinte er. Sein junger Athlet hatte dadurch eine schnellere Zeit, aber nicht die Finalteilnahme verspielt. Im Endlauf beherzigte der Sprinter den Rat und holte nicht nur Rang drei, sondern in 7,49 Sekunden auch vier Hundertstelsekunden gegenüber dem Vorlauf raus. Mehrkämpfer Lennart Granzow (U20/LGW) nutzte seine Auftritte, um Praxis zu bekommen. Im Stabhochsprung stabilisierte er seine Leistung und wurde mit 3,60 Metern Dritter. Allerdings kam er erst im dritten Versuch über diese Höhe. Platz sechs gab es im Weitsprung (5,94), Tim Semmler (9,11) sprintete über 60 Meter Hürden auf Rang drei.

Vor der 4x100 Meter-Staffel der U16-Jugend (53,71 Sekunden, Platz 3) hatten Nela Rozok und Sarah Neitz ihre Sprintqualitäten schon unter Beweis gestellt und waren über 60 Meter bis in den Zwischenlauf gekommen.

Dort reichten die erzielten 8,34 Sekunden von W15-Athletin Rozok und Neitz (W14/8,67) aber nicht für einen Finalplatz. Doch als Sechste im Weitsprung-Finale mit persönlicher Bestleistung von 4,77 Meter kam Sarah Neitz auf einen Podestplatz. Vize-Meisterin im Stabhoc

Quelle : Dewezet