Kreismeisterschaften im Crosslauf

Crosslauf

(olz). Mit erfreulichen Steigerungen bei den Teilnehmerzahlen von 61 auf 85 Läuferinnen und Läufer gegenüber dem Vorjahr, gingen die Kreismeisterschaften der Leichtathleten im Crosslauf auf dem Hamelner Finkenborn über die Bühne.   

Besonders erfreulich waren für den Veranstalter, dem ESV Eintracht Hameln die größer werdenden Felder im  Erwachsenenbereich. Auf der 5600 Meter-Langstrecke zeigte Hauke Plutte vom VfL Hess. Oldendorf, dass nach abgeschlossenen Hausbau wieder mit zu rechnen ist. Am letzten Berganstieg zog er der Konkurrenz davon und siegte in guten 21:15 Minuten vor Udo Müller (21:25 Minuten) und Heiko Wolling (21:45 Minuten) beide von der LG Weserbergland. „Ich bin seit August wieder im Training und laufe am liebsten im Wald“, freute er sich besonders über seinen Sieg, da er die 10 Kilometer des Baxman-Laufs vom Tag vorher noch in den Beinen hatte. Schnellste bei den Frauen war Ulrike Haskamp von der LG, die in 25:33 Minuten zum Titel lief. Den zweiten Platz belegte Britta Anderson in 26:05 Minuten vor Sigrid Meyer (beide LG) in 29:10 Minuten. Anderson hatte zwei Stunden zuvor schon die Kurzstrecke über 2800 Meter in 12:26 Minuten gewonnen vor Katrin Unverzagt vom Turnverein Bodenwerder (13:34 Minuten) und Iris Opitz vom TuSpo Bad Münder (15:53 Minuten).

Schnellster Mann war hier Udo Müller (10:10 Minuten) vor Ian Anderson (10:35 Minuten) und Dieter Jermis (11:38 Minuten), alle drei von der LG Weserbergland. Den Männern die Hacken gezeigt hatte in diesem Lauf der 16-jährige Malte Siebert, der als Gesamtsieger nach 9:54 Minuten wieder am Finkenborn ankam.  Bekannte Gesichter sah man bei den acht- und neunjährigen Mädchen wo Michaela Emmermacher vom MTV Friesen Bakede vor Maike Siebert und Hanna Lambrecht von der LG siegte und Hannah Dräger (LG) als Vierte ihr Debüt gab.

Als absoluter Neuling in der LG zeigte der achtjährige Maxim Tokarenko sein Talent und kam zum Sieg und Meistertitel, vor Mika Rüscher und Robin Scheel (alle LG). Neu in der Szene auch der 10-jährige Toma Unverzagt vom TV Bodenwerder, der mit nur 3 Sekunden Rückstand als Zweiter hinter dem Sieger Melvin Meyer von der LG ins Ziel kam. Dritter wurde Yannik Strunk (LG). Die gleichaltrigen Mädchen sahen die sieggewohnte Mara Zielonka vor Laura Rösner und Jonica Dithmer auf dem Siegertreppchen. Konkurenzlos siegten Lena Köhler (Schülerinnen B), bei den A-Schülerinnen Kerstin Gernikeitis (LG), sowie Andy Spieß vom TV Jahn Welsede bei den 14-jährigen Jungen. Bei den 13-jährigen Jungs war Jonas Schulze siegreich vor Marian Meyer (beide LG).  Mit vier Altersklassen-Läufern war der LT SC Bad Münder beim „Streckentest“ zum ersten mal in Hameln gleich recht erfolgreich vertreten. Zu Titelehren kamen Hermann Koch, M65, und Uwe Cipra bei den 45-Jährigen. Matthias Stehn wurde hinter Cipra Vizemeister ebenso wie Jürgen Keller bei den 50-jährigen. „Die ausgewogene Streckenführung hat uns gut gefallen und wir kommen im nächsten Jahr mit einer größeren Gruppe nach Hameln“, sagte Jürgen Keller.

Ergebnisse gibts hier !

Sportlerwahl 2008

Für die Wahl zum Sportlerin des Jahres sind Cathleen Tschirch,
bei den Juniorensportlern Deborah Brodersen und Patrick Scherfose,
bei den Mannschaften die 4x100 Meterstaffel und
bei den Trainern Werner Scharf nominiert worden.

 Ab Mittwoch kann abgestimmt werden, also die Dewezet besorgen!!!!

Sportgala 2008

Cathleen Tschirch wechselt zum TSV Bayer 04 Leverkusen

Einwöchiges Trainingslager in Portugal

(olz).  Nun ist er perfekt, der Wechsel der deutschen Top-Sprinterin Cathleen Tschirch von der LG Weserbergland nach Leverkusen. Dem Freigabe-Antrag des TSV Bayer 04 Leverkusen hat der Stammverein TSC Fischbeck stattgegeben, sodass Tschirch ab dem 1.1.2009 für den neuen Verein startberechtigt ist. Gewöhnen muss sich auch an einen neuen DLV Disziplintrainer, denn nicht mehr Thomas Kremer ist für die Sprintfrauen zuständig, sondern der neue Cheftrainer Track Rüdiger Harksen übernimmt die deutschen Sprintfrauen in den Disziplinen 100m, 200m und 4x100m. Dazu ist sie noch bis zum 1.November mit dem Nationalteam in Monte Gordo (Portugal) zu einem einwöchigen Trainingslager. Dafür hatte sie von ihrem neuen Arbeitgeber der Bundeswehr, noch bis Ende November absolviert sie die Grundausbildung in Dillingen/Donau, freibekommen.

„Der Nationalmannschaftslehrgang in Monte Gordo wird wieder die Möglichkeit schaffen, dass die Verantwortlichen für die Leistungsförderung im DLV mit knapp 40 Athleten des TOP TEAM BERLIN 2009 und ihren Heimtrainern sowie den zuständigen Disziplintrainern im unmittelbaren persönlichen Kontakt miteinander die Vorbereitung auf die WM 2009 individuell abstimmen können“, sagte DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow am Montag in Darmstadt. Die Weltmeisterschaften finden im kommenden Jahr vom 15. bis 23. August in Berlin statt.

Brodersen in den Kreis der deutschen Siebenkampf-Elite berufen

(olz). Normalerweise springt Deborah Brodersen, die Deutsche Vizemeisterin der LG Weserbergland im Siebenkampf 1,80 Meter hoch und beherrscht auch noch die weiteren sechs Disziplinen im Siebenkampf der Leichtathleten perfekt. Mindestens genauso hoch sprang die 15-jährige C-Kaderathletin vor Freude, als sie nun die Einladung der Bundestrainerin Eva Rapp zum DLV-Kaderlehrgang der besten deutschen Siebenkämpferinnen in Heidelberg in den Händen hielt.

Vier Tage wird sie mit Lilli Schwarzkopf, Jennifer Oeser, Sonja Kesselschläger, Julia Mächtig, Maren Schwerdtner und ihrer NLV-Trainerin im Olympiastützpunkt Rhein Neckar verbringen. Schwerpunkt ist neben Speerwurf, Stabilisation und Spielen die sportmedizinische Untersuchungen mit Leistungs- und Kraftdiagnostik. „Deborah hat von allen deutschen Nachwuchs-Mehrkämpferinnen im Schülerbereich die besten Zukunftsprognosen“, sieht sich auch ihr Heimtrainer Toni Ruscheinsky (VfL Hameln) in seiner Arbeit bestätigt. Großes Lob hatte es für Brodersen, die seit dem Beginn des neuen Schuljahres im Sportinternat in Hannover lebt, von der Bundestrainerin bei den Deutschen Meisterschaften in Rhede gegeben. Dort war sie ja gleich im ersten Wettkampf über die 100 Meter Hürden gestürzt und hatte sich in einer sagenhaften Aufholjagd vom letzten auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Besonders beeindruckte Brodersens durch ihren Kampfgeist, als sie noch gezeichnet durch ihrem Sturz beim anschließenden Hochsprung mit 1,80 Meter Jahresbestleistung sprang.

Deborah Brodersen in Hannover gut angekommen

"Schule und Sport ist im Internat gut unter einen Hut zu bekommen"   von Manfred Scholz

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Sie hatte ihn leid, den täglichen Spagat zwischen Schule und Sport.  Deshalb ist die erfolgreiche 15-jährige Deborah Brodersen von der LG Weserbergland, die Deutsche Vizemeisterin im Siebenkampf der Schülerinnen von ihrem Wohnort in Rinteln und der Trainingsstätte in Hameln zum Schuljahresbeginn in das Vollzeitsportinternat des Landessportbundes nach Hannover gewechselt. 

"Täglich zwei Stunden habe ich für den Weg von und zum Training gebraucht, das war einfach zuviel“, erzählt Brodersen in ihrem schönen Zimmer auf dem Internatsgelände im Sportpark Hannover, das sie mit der ein Jahr älteren Weitspringerin Neele Eckhardt vom TSV Asendorf teilt. „Wir gehen beide in die gleiche Klasse des Gymnasiums Humboldtschule in unmittelbarer Nähe, werden hier gut verpflegt und nach den Schularbeiten sind wir in fünf Minuten beim Training nebenan im Sportleistungszentrum“. Damit hat sie Schule und Sport, so sagt sie, unter einen Hut bekommen und was ihr wichtig war, für die Schule wieder mehr Zeit zur Verfügung. Im Internat lebt sie mit 32 Sportlern, sieben davon sind Leichtathleten, zusammen. „Ich fühle mich hier sehr wohl, es ist alles sehr familiär und alle sind hier sehr nett“. Gewöhnen musste sie sich an die Belastung von nun sechs, statt bisher vier Trainingseinheiten. Hohe Belastungen, allerdings auch mit viel Spaß brachten die vier Tage beim DLV Kaderlehrgang in Heidelberg zusammen mit der deutschen Siebenkampf-Elite der Frauen und ihrer zukünftigen Trainerin Beatrice Mau.
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Lob gibt es auch vom Landestrainer Frank Reinhardt, der sie bisher in Hannover betreut: „Deborah hat sich hier gut eingelebt und in die Trainigsgruppe eingebracht. Ihre Defizite vor allem im Sprung-koordinativen Bereich hat Deborah seit August erheblich verbessert. Besonders der Transfer gelingt ihr sehr schnell, sie ist in der Lage, Gesagtes sehr schnell umzusetzen und ist mit dieser Fähigkeit auch beim Bundes-Kaderlehrgang positiv aufgefallen“. Einige Umstellungen wird es für sie im den Disziplinen des Siebenkampfes geben mit dem Übergang von der Schülerklasse zur B-Jugend. So wird die Kugel um ein Kilo schwerer, die Hürdenabstände verändern sich und die  Sprintstrecken werden länger. „ Aber ich traue mir auch zu, in der neuen Klasse wieder vorn mitzumischen. Wir wollen mal schauen, im nächsten Jahr ist die U18 Weltmeisterschaft im italienischen Brixen und wenn ich mich dafür qualifizieren kann, wäre ein internationaler Auftritt auch sehr schön“, hat Brodersen klare Ziele im Auge. Durchaus gute Chancen für eine Qualifikation sieht auch ihr Trainer Frank Reinhard, der sie natürlich behutsam aufbauen möchte, allerdings wäre er Brodersen nicht böse, wenn es bei der Quali im nächsten Jahr in Ratingen, wo sie 5200 Punkte erreichen muss, nicht klappt. Ihre Defizite sieht sie realistisch und will daran arbeiten. Leistungssteigerungen sieht sie im Speerwurf, Sprint und in der allgemeinen Technik. Die längeren Hürdenabstände kommen ihr entgegen bei ihrer Körpergröße von 1,80m. Im Hochsprung gilt es den eigenen Landesrekord von 1,80 Meter zu festigen und im Weitsprung ist auch noch mehr drin. Ihr ganz großes Ziel, die olympischen Spiele 2012 in London, hat die Sportlerin des Jahres 2007 auch weiterhin fest im Kopf, besonders deshalb, weil sie durch ihren britischen Vater dort Verwandtschaft hat. In den nächsten zwei Wochen steht für „Debbie“, wie sie von ihren Freunden gerufen wird, erst mal ein berufliches Praktikum an. Danach steht dann ihre neue Mehrkampftrainerin Beatrice Mau, die ab Januar beim NLV fest angestellt wird und sie auch bei Wettkämpfen betreuen wird, ganz zu ihrer Verfügung. Es werden noch weitere niedersächsische Mehrkämpfer zu dieser Gruppe stoßen und einen neuen Landeskader bilden. In ihrer Freizeit, davon hat sie inzwischen auch mehr als bisher, schaut sich gern die Geschäfte der hannoverschen Innenstadt an und von der neuen Ernst-August-Galerie ist sie echt begeistert. Heimweh hat sie nicht: „aber meine Freundinnen und Trainingskameradinnen Monja, Marie, Vera, Julia und meine alten Schulfreunde aus Rinteln vermisse ich schon, auch wenn wir oft „simsen“ oder telefonieren“.