Scherfose holt zwei Medaillen

und erhält Bundeskader-Berufung - Jana Bartels Achte im Siebenkampf
Patrick Scherfose20080901-00220080901-00320080901-004




















(olz). Mit den Worten: „Trainer, dass war nun mein letzter Zehnkampf“, wollte Patrick Scherfose, das 17-jährige Zehnkampf-Ass der LG Weserbergland, Werner Scharf vor dem abschließenden 1500 Meterlauf bei den Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf in Hannover wohl nur foppen. Der zog auch nur kurz die Augenbrauen hoch und entgegnete: „Na klar mein Freund, für heute“. Gut drauf war auch sein Mannschaftskamerad Steffen Rothmann, der den angespannten Trainer beim Abklatschen mit den Worten aufmunterte: „Na dann viel Spaß beim Zuschauen“. 

Denn bis zu diesem letzten von allen Zehnkämpfern gefürchteten, weil alle Kräfte raubenden 1500 Meterlauf, lag Scherfose einigermaßen sicher auf dem Silberrang, aber die Bronzemedaille für die Mannschaft zu der auch noch Julian Meier gehört war keinesfalls sicher, wie Uwe Beerberg nach dem Speerwerfen ausgerechnet hatte. Aber auf die hochmotivierten LG-Jungs war mal wieder Verlass, Scherfose stellte mit 4:52,30 Minuten eine weitere Bestleistung auf und sicherte sich den zweiten Rang mit 7143 Punkten hinter Florian Katzschmann vom TS Herzogenaurach (7483 Punkte). „Ich habe auf eine Medaille gehofft und wie es gekommen ist, ist schon wunderbar. Man hat an den zwei Tagen gesehen, was im Zehnkampf alles passieren kann und manche Favoriten sind rausgeflogen“, sagte ein überglücklicher Scherfose. Steffen Rothmann lief abschließend starke 4:37,76 Minuten und wurde mit 6437 Punkten Achtzehnter und Julian Meier steuerte mit seinem 52. Platz unter 60 Teilnehmern noch wertvolle 5213 Punkte für den dritten Platz in der wichtigen Mannschaftswertung bei. Hier siegte der TSV Bayer Leverkusen mit 19.574 Punkten vor der LG Rhein-Wied (18.903 Punkte)  und dem LG-Trio mit 18.793 Punkten.

...und noch ein Spruch von Patrick nach der neuen Bestzeit über 1500 Meter: "Trainer, dann hat sich ja die Qualerei im Matsch endlich mal gelohnt".













Patrick Scherfose Deutscher Vize-Meister im Zehnkampf

Patrick Scherfose
(olz). Der 17-jährige Patrick Scherfose von der LG Weserbergland wurde sensationell Deutscher Vizemeister im Zehnkampf der Jugend B. Der dritte Rang in der Mannschaftswertung zusammen mit Steffen Rothmann und Julian Meier, sowie Rang Acht für die Siebenkämpferin Jana Bartels machte den Triumph bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften für das Trio von Trainer Werner Scharf komplett.

ausführlicher Bericht folgt

Überlegener Sieg der C-Schülerinnen in Paderborn

Eigenen Kreisrekord um über 300 Punkte verbessert                  
(olz). Gleich zum Ende der Sommerferien stellte der Nachwuchs der LG Weserbergland beim DSMM-Wettkampf in Paderborn seine Vormachtstellung unter Beweis und beherrschte die Konkurrenz nach belieben. Dabei zeigte sich in dieser Altersklasse der 10 und 11-jährigen Schülerinnen wieder einmal deutlich, dass der Zusammenschluss mehrerer Vereine, das gemeinsame Training und der Wettkampf, Garant für so tolle Mannschaftserfolge ist. Jede Athletin ging in drei Disziplinen an den Start und alle zeigten, dass sie in den Ferien nicht faul gewesen sind.

C-Schülerinnen
Über 50 Meter sprintete Maja Trivuncic in 7,73 Sekunden mit Bestleistung ins Ziel, Maxi Holzschuh lief gute 8,60 Sekunden und Jana Beerberg erzielte 9,12 Sekunden. Im Hochsprung lieferten Mara Zielonka und Mara Trivuncic mit übersprungenen 1,34 Metern eine klasse Wettkampf. Beide erhielten für ihre technisch schon sehr ordentlichen Sprünge viel Applaus und sorgten schon nach zwei Disziplinen für einen guten Vorsprung. Die höchste Punktzahl fuhr Zielonka mit starken 43,50 Metern im Ballwurf ein. Rösner und Beerberg erzielten 34- und 20 Meter. Sehr gute 4,23 Meter, als besten Sprung, verbuchte Laura Rösner im Weitsprung und beflügelte Lea-Marie Breiler zu ihrem ersten Sprung über die 4 Meter. Erst sprang sie 4,03 Meter und anschließend ihrem Vater um den Hals. Holzschuh kam in dieser Disziplin auf 3,23 Meter. Animiert durch ihr großes Vorbild Cathleen Tschirch lief die 4x50 Meter-Staffel in der Besetzung Trivuncic, Zielonka, Rösner und Breiler ein tolles Rennen und mit über zwei Sekunden Vorsprung in 30,66 Sekunden ins Ziel. „Die Wechsel haben sehr gut geklappt - das erkannte auch die Konkurrenz neidlos an“, lobte Trainer Beerberg. Den Abschluss bildete der 800 Meterlauf. Kampfgeist zeigte hier Breiler, die trotz Magenkrämpfen für die Mannschaft durchhielt und in 3:02,21 Minuten knapp vor Holzschuh 3:02,52 Minuten (Bestleistung) ins Ziel kam. Beerberg benötigte 3:21,15 Minuten für die zwei Stadionrunden. In der Punktwertung verbesserte sich das LG-Team um über 300 Zähler auf 5061 Punkte (Platz eins in Niedersachsen) und siegte vor der LG Geseke (4427 Punkte) und dem LC Paderborn (4131 Punkte).

Tschirch mit 4x100 Meter-Staffel in Peking auf Platz fünf

Cathleen Tschirch
von Manfred Scholz
Im Finale der 4x100 Meter-Frauenstaffeln verbesserte sich das deutsche Quartett mit Anne Möllinger (MTG Mannheim), Verena Sailer (LAC Quelle Fürth/München), Cathleen Tschirch (LG Weserbergland) und Marion Wagner (USC Mainz) im Vergleich zum Vorlauf um 21 Hundertstel auf 43,28 Sekunden, was ihnen den fünften Platz einbrachte. Nach dem Rennen führte dieses nachgeschriebene Telefon-Interview Helmuth Schehl von Radio Aktiv mit Cathleen Tschirch:

 

Cathleen Tschirch herzlichen Glückwunsch und mal Hand aufs Herz haben sie mit diesem Ergebnis im Vorfeld gerechnet?
Geliebäugelt auf jeden Fall damit ins Finale zu kommen, um dann so gut wie möglich zu laufen. Ich denke der fünfte Platz ist für uns sehr gut , besser als letztes Jahr, da hatten wir auf Platz Sieben eingecheckt. Das ist ein gutes Zeichen fürs nächste Jahr darauf bauen wir auf.

Bereits das Halbfinale am Freitag hatte es ja in sich, wie haben sie es denn erlebt?
Ich habe es im nachhinein erst alles mitbekommen, für mich lief es sehr gut, ich bin halt sehr gut die Kurve gelaufen, dass ist ganz wichtig für mich und hat die Staffel echt weiter gebracht und im Endeffekt sind wir als Dritte klar und deutlich ins Finale eingezogen.

Der Finallauf sah im TV ebenfalls optimal aus, oder hätten sie aus ihrer Sicht noch besser laufen können?
Ja, die Wechsel hätten definitiv besser klappen können, weil sie wirklich sehr intensiv geübt haben. Aber dann steht man halt da unten drin und es ist dann schwierig zu sagen, es muss alles abrufbar sein, wenn man sehr aufgeregt ist und die Menschenmenge fiebert mit, dass ist eben ein ganz besonderes Ereignis. Olympische Spiele haben auch ihre eigenen Gesetze, wenn man sieht, wie viele Mannschaften rausgeflogen sind, weil sie den Stab nicht übergeben haben. Wir können sehr, sehr zufrieden sein.

Wird denn heute Abend noch kräftig gefeiert?
Auf jeden Fall, wir sind gerade erst (23.45 Uhr) vom Essen nach Hause gekommen. Jetzt wird erst mal geduscht und dann werden wir uns erstmals außerhalb des olympischen Dorfes bewegen, weil die ganze Zeit bisher hier verbracht haben und dann wird erst mal gefeiert.

Eins müssen sie uns noch verraten im TV-Interview haben sie einen Gruß an Klaus geschickt, wer ist den Klaus?

Klaus (Jacobs) ist der Bundestrainer unserer Jungs, also der 4x100 Meterstaffel. Er hat uns in Japan immer sehr lieb im Mannschaftsbüro unterstützt und wir haben ihm versprochen, wenn wir ins Finale kommen, dass wir ihn grüßen und ihm danken für alles was er für uns im Trainingslager getan hat.

 

Deutsche Frauenstaffel im Finale

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(olz). Mit einem sehr guten Wechsel von Cathleen Tschirch auf  Schlussläuferin Marion Wagner qualifizierte sich die deutsche 4x100 Meter-Staffel der Frauen in Peking in 43,59 Sekunden und Platz Drei in ihrem Vorlauf, direkt für das Finale. Nach schlechten Wechsel von Anne Möllinger auf Verena Sailer hart im Grenzbereich, klappte der zweite Wechsel von Sailer auf Tschirch besser. Im Interview sagte Tschirch auf die Frage: „Es war ja eine Riesenstimmung, denn China war ja mit in diesem Lauf, ward ihr sehr nervös“?  „Es ging eigentlich, es war relativ laut, es hat gut funtioniert und die gute Stimmung hat uns nach vorn getragen.

Renate Behrens mit einmal Gold und zweimal Silber in Ljubljana

Renate Behrens
10,16 Meter Deutscher Rekord im Dreisprung
 
 (olz). Mit einer Gold- und zwei Silbermedaillen meldete sich Renate Behrens von der LG Weserbergland von den Senioren-Europameisterschaften aus Ljubljana (Slovenien) zurück. Behrens, die in der Altersklasse W50 startete holte sich die Goldmedaille im Dreisprung mit der neuem deutschen Rekordweite von 10,16 Metern vor der deutschen Gisela Seifert (9,97 Meter) und Anny Undheim aus Norwegen mit 9,676 Metern.
Mit einem denkbar knappen Ergebnis gewann sie die Silbermedaille im Weitsprung. Hier sprang Behrens mit 4,89 Meter genauso weit wie die Siegerin Christine Müller aus der Schweiz, allerdings entscheidet bei gleicher Weite der zweitbeste Sprung und da war die Schweizerin bei 4,88 Meter einen Zentimeter weiter gesprungen als Behrens. Noch einmal Silber gewann sie dann zum Abschluss der Veranstaltung mit der deutschen 4x100 Meterstaffel, die in 56,01 Sekunden Zweite hinter dem britischen Quartett (51,50 Sekunden) und vor den Frauen aus Frankreich (1:03,06 Minuten) wurde.