Brodersen mit 1,77 Meter auf Platz drei bei der B-Jugend

Mit Bronze ging in Berlin ein Traum in Erfüllung

(olz). Die 15-jährige Deborah Brodersen von der LG Weserbergland holte sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin die Bronzemedaille im Hochsprung mit einer Höhe von 1,77 Meter und das bei ihrem Debüt in der Jugendklasse gegen ein bis zwei Jahre ältere Konkurrentinnen.
Mit diesem Treppchenplatz ging für die deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf ein Traum in Erfüllung. „Etwas nervös war sie schon, aber sie lieferte trotzdem einen sensationellen Wettkampf ab“, freute sich auch ihr Coach Toni Ruscheinsky, der mit einer Platzierung unter den ersten Fünf gerechnet hatte. Einen besonderen Stellenwert erhielt ihre Platzierung durch die Tatsache, dass die vor ihr Platzierten reine Hochsprungspezialistinnen sind. Die LG-Athletin trainiert den Hochsprung als eine von sieben Disziplinen. Brodersen stieg bei einer Höhe von 1,60 Meter fehlerlos in den Wettkampf ein und übersprang auch 1,64m und 1,68m im ersten Versuch. 1,71m meisterte sie im zweiten Versuch, bei 1,74 Meter wurde der Trainer unruhig, aber der dritte Versuch brachte schon die Medaille. Über 1,77 Meter klappte es auf Anhieb und bei 1,80 Meter war dann für Brodersen das Ende des Wettkampfes erreicht, der immerhin zwei Stunden dauerte. Es siegte mit 1,83 Kimberly Jeß von der LG Rendsburg/Büdelsdorf vor Anja Saumweber von der LG Reischenau-Zusamtal, die 1,80 Meter meisterte. Einen vierten Platz im Finale über 100 Meter Hürden erreichte die 18-jährige Amina Ferguen in 14,11 Sekunden. Sie hatte sich mit einem zweiten Platz im Vorlauf in 14,19 Sekunden und Rang Vier in 14,24 Sekunden im Zwischenlauf für das Finale qualifiziert. Über 100 Meter konnte der 18-jährige Etienne Diatta im Vorlauf nicht an seine Bestzeit von 11,08 Sekunden heranlaufen. Als sechster des achten Vorlaufes schied er in 11,23 Sekunden aus. Ebenfalls im Vorlauf schied er auch über die 200 Meter aus, obwohl er mit guten 22,44 Sekunden seine Bestzeit bestätigte.  Wesentlich besser klappte es auf der 400 Meter langen Stadionrunde. Er verbesserte sich im Vorlauf als Vierter auf 49,04 Sekunden und qualifizierte sich für das B-Finale. Patrick Scherfose und Steffen Rothmann, die beiden Zehnkämpfer der LG hatten sich für die 110 Meter Hürden qualifiziert. Rothmann schied in 14,73 Sekunden als Sechster seines Vorlaufes aus, Scherfose überstand den Vorlauf und rannte in 14,58 Sekunden in den Zwischenlauf, wo er in 14,66 Sekunden als Siebter ausschied. Für die 18-jährige Jana Bartels war der  Wettkampf über die 400 Meter Hürden in 1:04,17 Minuten und 400 Meter flach in 58:23 Sekunden im Vorlauf zu Ende. Fünf Vorläufe mussten bei der 4x100 Meter-Staffel der B-Jugend über den Einzug ins Finale entscheiden. Das LG-Quartett mit Scherfose, Lennart Henze, Stefan Hölscher und Malte Steinhoff konnte sich in 44,62 Sekunden und neuer Bestleistung für das B-Finale qualifizieren und wurde dort nach 44,83 Sekunden Fünfter. Im Finale lief dann Steffen Rothmann für Stefan Hölscher.

14 LG-Athleten fahren nach Berlin

olz. 14 junge Leichtathleten der LG Weserbergland nehmen an den dreitägigen deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend in Berlin teil. Mit dabei der 18-jährige Hamelner Etienne Diatta, der sich in einer erstaunlichen Entwicklung befindet.

Aufgefallen war er den Verantwortlichen der LG beim Stadtlauf im letzten Jahr. Beim Probetraining im Weserberglandstadion merkte Trainer Toni Ruscheinsky sehr schnell, dass Diattas Talent im Sprintbereich liegt und dieses galt es zu pflegen und langsam aufzubauen. Nach dieser kurzen Aufbauphase gelang es ihm schon bei den Landesmeisterschaften der Männer in Bremen und der Jugend in Hameln sich über 100-, 200- und 400 Meter in der Landesspitze zu etablieren, sowie sich in 11,08 Sekunden über 100 Meter, 22,44 Sekunden über 200 Meter und 49,45 Sekunden über die Stadionrunde für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. „Ich bin sehr glücklich, das ich bei der DM dabei bin und will auch meine Zeiten verbessern“, gibt sich der junge Senegalese bescheiden. „Mit einer weiteren Steigerung hoffe ich, dass Etienne den Zwischenlauf erreicht, über die 400 Meter hoffe ich auf das Finale“, gibt sich auch der Trainer optimistisch. Trainer und Athlet freuten sich auch über die vor kurzen erfolgte Berufung in den Landeskader der 400 Meter-Läufer. An ihren ersten Deutschen Meisterschaften der B-Jugend darf die 15-jährige Deborah Brodersen teilnehmen. Die Deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf hatte sich im Hochsprung qualifiziert, mit 1,77 Meter die viertbeste gemeldete Leistung und muss sich mit ein bis zwei Jahre älteren Hochspringerinnen messen. „Ich möchte meine bisherigen Leistungen bestätigen und wenn es gut läuft hoffe ich auf einen Platz unter den ersten Fünf, ein Treppchenplatz wäre schon mein Traum“, freut sich Brodersen auf ihren Start im Berliner Olympiastadion. In weiteren Einzeldisziplinen sind Jessica Witzel (Dreisprung), Amina Ferguen (100m Hürden), Jana Bartels (400m flach und Hürden), Viola Gromatka (Hammerwurf), Patrick Scherfose (Stabhochsprung und 110 m Hürden) und Steffen Rothmann (110m und 400m Hürden) in Berlin dabei. Bei der weiblichen, sowie der männlichen B-Jugend haben die Weserbergländer jeweils eine 4x100 Meter-Staffel am Start.

Sprint- und Staffelabend in Stadthagen

Siege durch Zielonka und Staffel
Sprint- und Staffelabend in Stadthagen

 (olz). Bevor LG-Trainer Uwe Beerberg seine C-Schülerinnen in die Ferien entlies, zeigten einige beim Sprint- und Staffelabend in Stadthagen noch mal gute Leistungen beim Additionssprint (Summe aus 2 mal 50 Meter).
Bei den 11-Jährigen siegte Mara Zielonka mit einem Blitzstart und 7,60 Sekunden im ersten und 7,70 Sekunden im zweiten Lauf. Auf Platz zwei folgte ihre Mannschaftskameradin Maja Trivuncic, die zweimal genau 7,74 Sekunden sprintete und sich mit Zielonka ein packendes Rennen lieferte. Sechste wurde Laura Rösner mit 8,04- und 8,12 Sekunden, Lea-Marie Breiler verbesserte sich auf 8,44- und 8,48 Sekunden und wurde Neunte. Verbessern, nach intensiven Training, konnte sich auch die 10-jährige Jana Beerberg mit 8,68-, 8,78 Sekunden und Platz Sechs. Mit einem Start-Ziel-Sieg in der abschließenden 3x800m-Staffel durch Laura Rösner, Lea-Marie Breiler und Mara Zielonka, verabschiedete sich das erfolgreiche Nachwuchs-Trio in 8:45,96 Sekunden und 38 Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten Team aus Bückeburg, gegen die machtlose Konkurrenz.

 

Renate Behrens holt zweimal Gold in Schweinfurt

Renate Behrens(olz). Drei Starts, zwei Titel und eine Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren in Schweinfurt ist eine gute Bilanz, die Renate Behrens von der LG Weserbergland vorzuweisen hat.Ihrer Favoritenrolle wurde sie in ihrer Paradedisziplin dem Weitsprung vollauf gerecht. Die Siegerweite von 4,85 Meter erzielte sie gleich beim ersten Versuch. Zweite wurde Carola Borgwardt von der WSG Königs Wusterhausen mit 4,62 Meter. Den zweiten Titel in der Altersklasse der 50-Jährigen holte sie sich im Dreisprung mit 9,99 Meter ebenfalls wieder mit dem ersten Versuch und mit 9 Zentimeter Vorsprung vor der Hallenserin Gisela Seifert. Ihren Triumpf machte sie mit der Bronzemedaille, die sie über die 80 Meter Hürden in 13,90 Sekunden gewann komplett. Seinen dritten Platz über die 10.000 Meter aus dem Vorjahr konnte Manfred Bublitz, AK M65, nicht wiederholen. Er wurde Vierter in 40:52,18 Minuten und war mit der Zeit und der Platzierung sehr zufrieden. Der Sieger Peter Lessing von der LG Ortenau lief die Distanz in 38:33,97 Minuten. Zweimal auf dem vierten Rang kam Oldie Joachim Lopatta bei den über 75-Jährigen. Über die 10.000 Meter lief er in 55:01,39 Minuten und am Tag darauf über 5.000 Meter in 26:14,23 Minuten ins Ziel. In einem Riesenfeld ging Roswita Schlachte in der AK W50 über die 800 Meter bei ihrem Debüt bei Deutschen Meisterschaften an den Start. In 3:05,00 Minute wurde sie Vierzehnte. Mit 13,38 Sekunden im Vorlauf über die 100 Meter qualifizierte sich Volker Peitzmeier fürs Finale, wo er mit 13,35 Sekunden Siebter wurde. In das Finale über die Stadionrunde hatte er sich nach am ersten Tag in 61,63 Sekunden hineingelaufen, meldete sich jedoch ab und trat nicht an, warum entzieht sich unserer Kenntnis, da Peitzmeier auch telefonisch nicht erreichbar war.

Tschirch Dritte bei Weltklasse hinterm Deich

(olz). Beim international besetzten EWE Athletics Meeting „Weltklasse hinterm Deich“ in Cuxhaven hatten die Veranstalter mit Wetterkapriolen, hohen Windgeschwindigkeiten und den kurzfristigen Absagen einiger Top-Athleten zu kämpfen. Die Läuferinnen der LG Weserbergland aber hielten ihre Zusagen ein.

m Finale über 100 Meter kam die deutsche Vizemeisterin Cathleen Tschirch hinter Vida Anim (Ghana) und Donita Hamilton (USA) als beste deutsche Läuferin in 11,68 Sekunden auf den dritten Platz. Ebenfalls das Finale erreichte Jala Gangnus und wurde Siebte in 11,99 Sekunden. Über 200 Meter kam Gangnus als Dritte in 24,03 Sekunden und Nina Giebel als Sechste in  25,03 Sekunden ins Ziel.

Cathleen im Weserberglandstadion

(olz). Kleine Fußballer träumen von Michael Ballack & Co, der Nachwuchs der LG-Leichtathleten war hellauf begeistert, dass die frischgebackene deutsche Staffelmeisterin und Vize-Meisterin über 100 Meter Cathleen Tschirch von der heimischen LG Weserbergland, am Tag nach den Deutschen Meisterschaften, wo sie auch das Ticket für die olympischen Spiele löste, den Weg direkt ins Hamelner Weserberglandstadion gefunden hatte.

Cathleen Tschirch

Sie nutzte den Ruhetag nach ihren großen Erfolgen in Nürnberg, um den jungen Athleten aus Uwe Beerbergs Trainingsgruppe etwas von ihren Erfahrungen, Techniken und kleinen Tricks weiterzugeben. Diese waren mit großem Eifer dabei, als Tschirchs Freund Björn Otto (Bayer Leverkusen), einer der besten deutschen Stabhochspringer, mit ihnen einige Aufwärmrunden drehte und dann an seine Lebensgefährtin übergab, die nach Lauf-Abc und Stabilisationsübungen, Tipps zum Start und beim Stabwechsel-Training erhielten. Das alles vermittelte die ausgebildete Physiotherapeutin mit viel Freude und Fachwissen und zeigte exelende Trainerqualitäten. Ihre Frage, was man für eine gute Staffel braucht, beantwortete Nachwuchssprinterin Lauro Janosch treffend: „Ein tolles Team und die richtige Reihenfolge in der Aufstellung“. 

Das Interview führte Manfred Scholz : 

 Cathleen Tschirch, wie ordnen sie am Tag nach Nürnberg ihre Leistungen ein? 

 Ähnlich wie im letzten Jahr, die 11,45 Sekunden die ich gelaufen bin sind in etwa gleichzusetzen mit den Zeiten in Erfurt 2007. Ich wäre gerne schneller gelaufen, die Fußverletzung verbunden mit dem Trainingsausfall haben mich daran gehindert. 

 War der Verzicht über 200 Meter zu starten und damit den Titel zu verteidigen im nachhinein richtig, wenn man die Siegerzeit von 23,62 Sekunden berücksichtigt? 

 Mit Hinblick auf Olympia auf jeden Fall. Ich hoffe in vier Wochen wieder richtig fit zu sein, um in Wattenscheid den Spieß umdrehen zu können. Dann will ich wieder die Nummer Eins über 200 Meter sein. 

Wie sieht der Terminkalender bis zur Abreise nach Peking aus? 

 Am Wochenende laufe ich in Cuxhaven 100 Meter, danach geht’s ins Trainingslager nach Kienbaum, Ende August zum Super Grand-Prix Meeting nach Monte Carlo, am 1.August ist die DLV-Gala in Wattenscheid und dann geht’s nach Japan und von dort rüber nach Peking.

 Ist für sie der Gedanke an die Olympischen Spiele eine faszinierende Vorstellung? 

 Ja, es sind meine zweiten Olympischen Spiele, ich hoffe diesmal laufen zu dürfen und deshalb glaube ich erst daran, wenn ich im Stadion den Staffelstab in der Hand habe. Ich hoffe, dass sich unser Team steigern kann, dann ist ein Finalplatz drin. 

 Sie und Björn Otto sind ein weiteres Sportler-Paar nach Carolin Nytra und Sebastian Beyer, dass sich in der deutschen Spitzen-Leichtathletik gefunden hat. Wie lebt es sich damit und wollen sie daran etwas ändern? 

Es ist schwierig, wir leben in zwei verschiedenen Städten, ich denke so wie Andere Menschen auch. Mit örtlichen Veränderungen haben wir uns noch nicht beschäftigt, da momentan der Sport im Vordergrund steht.  Einen Wehrmutstropfen gab es am Wochenende, Björn Otto konnte, obwohl er die Norm erfüllt hatte, sich in einem dramatischen Stabhochsprung-Finale nicht für Peking qualifizieren.

Sind die Tränen getrocknet? 

 Ja, so schlimm war es gar nicht. Wenn man Sport betreibt weis man, das Erfolg und Misserfolg dicht bei einander liegen. Jeder Sportler möchte gern nach Peking fahren, wenn es aber nicht klappt, muss man lernen, damit umzugehen, aber wenn man so wie Björn gute Freunde und mich hat, die zu ihm halten, geht das schon. 

 Beobachter, Gratulant und KSB-Chef Fred Hundertmark sagte am Rande:Die LG Weserbergland hat es wieder mal hingekriegt, das olympisches Flair durch das Weserberglandstadion weht und das Cathleen Tschirch nach Peking fährt ist eine tolle Sache für unsere Region.