Cathleen Tschirch blickt optimistisch Richtung Peking

(olz). Beim Sprintcup in Hameln hatte Cathleen Tschirch von der LG Weserbergland wegen einer leichten Verletzung und mit Rücksicht auf den Einsatz in der deutschen 4x100 Meterstaffel ihre Meldung in letzter Minute zurückgezogen. Nach ihrem guten Saison-Einstieg mit 11,49 Sekunden über 100 Meter bei der Kurpfalzgala in Weinheim gab ihr diese kluge Entscheidung recht, auch wenn sie gern in Hameln ihren Leistungsstand nach monatelangen Trainingslageraufenthalten gezeigt hätte.

Tschirch, die mit ihrer Mannschaftskollegin Jala Gangnus in Süd-Afrika, Spanien und Portugal trainierte, mit ihrem Ausblick in Richtung Peking auf die Frage nach der Olympia-Qualifikation der deutschen 4x100 Meter-Staffel: „Die deutsche 4x100 Meter-Staffel der Frauen ist für die Olympischen Spiele schon eingeladen worden, da sie zu den 16 Nationen gehört, die startberechtigt sind. Der deutsche Leichtathletik Verband hat die Aussicht auf eine Finalteilnahme als Nominierungsrichtlenie vorgeschoben und die Staffel soll nach Weinheim und danach in Regensburg beim Europacup möglichst den aktuellen Weltranglistenplatz 6 bestätigen, um nach Peking fahren können“. Steht die Besetzung schon fest?Tschirch: „ Nein, ausschlaggebend ist die Form nach der DM Anfang Juli in Nürnberg. Es sollen natürlich die Schnellsten und die am besten wechselnden Sprinterinnen laufen. Das Niveau der Bewerberinnen ist hoch, da kann sich im Laufe der Saison einiges ändern. Wenn ich gesund bleibe und meine Leistung weiterhin bringe, müsste meine Teilnahme drin sein“. Frau Tschirch, wie sehen sie die Diskussion um die Menschenrechte in China in Zusammenhang mit den olympischen Spielen?

Tschirch: „ Jeder hat seine eigene Meinung, die er auch vertreten sollte. Es ist für jeden einzelnen Sportler schwierig im Vorfeld oder bei den Spielen diese Meinung darzulegen. Wenn es für uns eine Mannschaftseinigung geben sollte, wie wir uns verhalten sollen, wird keiner nein sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, eine Eigenaktion in Peking zu starten“.

Brodersen wird Vierte in Zweibrücken

Bundestrainerin gab wertvolle Tipps

(olz). Deborah Brodersen hatte eine Einladung zum Hochsprung-Meeting in Zweibrücken erhalten, wohin sie am Wochenende mit ihrem Trainer Toni Ruscheinsky die Reise antrat. Bei dem Wettkampf der besten deutschen 15-jährigen Nachwuchs-Hochspringerinnen, unter den Augen der Bundestrainer Brigitte Kurschilgen (geborene Holzapfel), belegte die deutsche Schülermeisterin im Siebenkampf mit übersprungenen 1,64 Metern den vierten Platz unter 14 Konkurrenten.

Brodersen war mit ihrem Wettkampf nicht ganz zufrieden, da nicht nur sie vor großer Kulisse ziemlich nervös war, aber alle Versuche bis 1,64 Meter fehlerlos übersprang. Sieben Mädchen erreichten diese Höhe, allerdings mit mehr Fehlversuchen als Brodersen. Die Siegerhöhe lag bei 1,67 Metern, an der Brodersen nur ganz knapp scheiterte. Ruscheinsky: „dieser Wettkampf mit vielen gleich leistungsstarken Hochspringerinnen hat sich auf jeden Fall gelohnt“, auch weil die Bundestrainerin (geborene Holzapfel) dem Nachwuchs viele gute Tipps gab.